Die Lausitz bietet beste Bedingungen, um Kulturen wie Flachs oder Hanf anzubauen. Dies eröffnet der Region das Potenzial, Vorreiter einer nachhaltigen Naturfaserwirtschaft zu werden und dabei neben Faserpflanzen auch regionale Reststoffe wie Stroh und Laub zu verwerten. Im Projekt „Transformationspfade für die zirkuläre Nutzung pflanzenbasierter Rohstoffe (LauTra)“ arbeiten Wissenschaft und regionale Akteure eng zusammen, um eine biobasierte Kreislaufwirtschaft mit regionaler Wertschöpfung auf den Weg zu bringen. Gemeinsam entwickeln wir neue Ideen, vernetzen bestehende Initiativen und erarbeiten Lösungen für eine nachhaltige Nutzung regionaler Rohstoffe – mit dem Ziel, die Lausitz als modernes Faser-Revier der Zukunft zu gestalten.
Warum die Lausitz?
Die Lausitz blickt auf eine jahrhundertealte Unternehmertradition in der Textilwirtschaft zurück. Kann sie nach dem Ende des Braunkohleabbaus an dieses historische Erbe anknüpfen und zum innovativen Faser-Revier werden?
Welche Rohstoffe?
Flachs, Nutzhanf, Fasernessel und Miscanthus wachsen in der Lausitz und können die Basis für eine regionale Wertschöpfung mit heimischen Naturfasern bilden. Neben den Faserpflanzen werden auch Reststoffe wie landwirtschaftliches Stroh und kommunales Laub untersucht.
Welche Akteure?
Warum entscheidet sich eine Landwirtin für den Anbau von Miscanthus? Warum investiert ein Baustoffhersteller in neue Verarbeitungsanlagen? Um diese Fragen zu beleuchten, bringt LauTra Lausitzer Akteursgruppen zusammen.
LauTra-Projektteam vor dem Nutzhanf-Versuchsfeld der Hochschule Zittau/Görlitz mit Faserrohstoffen und verarbeiteten Beispielprodukten, die in der Innovationspartnerschaft LaNDER³ (Förderung: BMBF) und im Laubkompetenzzentrum (Förderung: STARK) entwickelt wurden
Bildquelle: Richard Harnisch, IÖW