Modellierung, Dialog und Ko-Kreation
LauTra bringt unterschiedliche Herangehensweisen zusammen, die sich gegenseitig ergänzen.
Die pflanzlichen Ressourcen
Wie viel Ausgangsmaterial an Hanf, Flachs, Miscanthus, Stroh und Laub ist in der Lausitz derzeit verfügbar bzw. wie viel könnte in Zukunft angebaut oder gesammelt werden? Um diese Frage zu beantworten, sammeln wir raumbezogene Daten und werten diese in einem Stoffstrommodell aus. Das Modell macht sichtbar, welche Potenziale es für Faserpflanzen vor Ort gibt, wie die Biomasse derzeit genutzt wird und welche zukünftigen Wertschöpfungsketten es geben könnte. Das Modell ermöglicht es, sowohl potenzielle Nutzungskonkurrenzen als auch Synergien aufzuzeigen. Auf diese Weise wird – allein auf Basis des stofflichen Ausgangsmaterials – aufgezeigt, welche Verarbeitungswege lohnend sein können und wo mögliche Engpässe oder Flächenkonkurrenzen entstehen können.
Die Akteure einer Lausitzer Faserwirtschaft
Zentral für den Aufbau eines neuen bioökonomischen Wertschöpfungsnetzes in der Lausitz sind die Akteure in der Region, die mit diesen Rohstoffen und deren Produkten arbeiten: Menschen in der Landwirtschaft, verarbeitende Betriebe und Unternehmen, die die entwickelten Produkte einsetzen, sowie die kommunale Politik, Verwaltung und Wirtschaftsförderung. Welche Interessen bringen die verschiedenen Akteure mit? Welche Erwartungen und Bedenken verbinden sie mit dem Aufbau einer neuen faserbasierten zirkulären Bioökonomie? Dies möchten wir vor Ort, in Interviews mit den Akteuren und im gemeinsamen Austausch erfahren.
Ko-Kreativ werden: Gemeinsam auf dem Weg zum Lausitzer Faser-Revier
Wie können aus den Rohstoffpotenzialen und den Interessen der Akteure wünschenswerte und realisierbare Wege für faserbasierte, zirkuläre Wertschöpfungsketten in der Lausitz entwickelt werden? Klar ist: Das geht nur „bottom-up“ – durch ein ausbalanciertes Zusammenspiel der Akteure auf verschiedenen Ebenen. Daher möchten wir gemeinsam mit interessierten Akteuren aus der Region ko-kreativ werden: In mehreren Workshops entwickeln wir gemeinsam mögliche Pfade – ausgehend von unterschiedlichen Ausgangslagen, Potenzialen und Zielvorstellungen. Auf diese Weise wollen wir dazu beitragen, dass sich vor Ort konkrete Wege für eine zirkuläre Nutzung von Faserpflanzen öffnen.

