Hanf gilt als eine der ältesten bekannten Faserpflanzen. Er wächst schnell, braucht wenig Dünger und liefert robuste Fasern. Er lässt sich vielseitig einsetzen – von Dämmstoffen über Verbundwerkstoffe bis zu Verpackungen.

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Standort & Anbauansprüche:
- Hanf ist klimaangepasst, benötigt für hohe Erträge (ca. 10 t/ha Röststroh) jedoch tiefgründige, humose und nährstoffreiche Böden mit guter Wasserversorgung sowie einen pH-Wert ab 5,8. Auf verdichteten Böden oder bei Staunässe reagiert er empfindlich.
- Optimal wächst Hanf auf den ertragsstärkeren Löss- und Lehmböden der südlichen Oberlausitz. Auf den leichten Sandböden im Norden bildet er bei Trockenheit weniger Biomasse. Vorteil im Anbau: Durch seine extrem schnelle Jugendentwicklung beschattet er den Boden rasch und erfordert in der Regel keine Unkrautbekämpfung.
Verarbeitung & Aufbereitung:
- Die Ernte erfolgt zwischen Vollblüte und Blühende. Auf dem Feld durchläuft das Stroh eine zwei- bis dreiwöchige Tauröste (unter mehrmaligem Wenden), um die Fasern vom holzigen Kern (Schäben) lösbar zu machen. Nach Trocknung auf ca. 15 % Feuchte wird es geborgen und in Dekortikationsanlagen mechanisch in Bastfasern und Schäben getrennt.
Verwendungsbeispiele der Fasern:
- Technische Textilien, Dämmstoffe, Faserverbundwerkstoffe (z. B. für die Automobilbranche)

