Miscanthus besteht aus robusten, zellstoffreichen Halmen, die sich zu nachhaltigen Baustoffen, Verpackungen und Energieträgern verarbeiten lassen. Das ursprünglich aus Ostasien stammende Süßgras wurde im 20. Jahrhundert zunächst als Zierpflanze nach Europa gebracht und in den 1990er-Jahren im Zuge des wachsenden Interesses an nachwachsenden Rohstoffen als vielseitige Nutzpflanze entdeckt.

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Standort & Anbauansprüche (Lausitzer Kontext):
- Miscanthus ist ein C4-Süßgras und als Dauerkultur (15–20 Jahre Nutzungsdauer) extrem ertragreich (10-24 t TM/ha ab dem 4. Jahr). Die Pflanze benötigt hohe Wärme/Licht (Körnermaisklima) und Jahresniederschläge von 550 mm. Ungeeignet sind staunasse, extrem schwere oder sehr trockene Böden. Im Pflanzjahr ist die Kultur empfindlich gegen Spätfrost.
- Gedeiht gut auf tiefgründigen Böden im Süden der Lausitz. Auf leicht sandigen Standorten ist der Anbau nur bei ausreichender Wasserführung denkbar. Im Pflanzjahr ist eine intensive Beikrautbekämpfung nötig. In den Folgejahren bildet das dichte Wurzelsystem dann einen hervorragenden Erosionsschutz.
Verarbeitung & Aufbereitung:
- Die Ernte findet im späten Winter (Januar bis März) während der Vegetationsruhe statt, wenn der Bestandsfeuchtegehalt auf unter 20 % gesunken ist. Die Bergung erfolgt mit Maishäckslern (Häckselgutlinie) oder über Mähknickzetter und Ballenpressen.
Verwendungsbeispiele der Fasern:
- Stoffliche Verwertung: Bauzuschlagstoff (Dämmplatten, Zementbeimischung), Leichtbau-Formteile, Torfersatz, Verpackungen

